Wiener Neustadt: Petition gegen rassistische Türpolitik

Eibischzuckerl ist die Straßenzeitung (wie der Augustin in Wien) in Wiener Neustadt, wird im südlichen Niederösterreich und im Burgenland verkauft, Verkäufer sind großteils afrikanische Asylwerber.

Xalaat Afrika und Eibisch-Zuckerl haben vor kurzem eine Petition für eine rassismusfreie Türsteherpolitik in Wiener Neustadt initiiert. Aus welchem Anlaß?
Das Problem der rassistischen „Türsteherpolitik“ existiert bekanntlich vielerorts (vgl. Zara-Rassismusreport). Man kann allerdings nur punktuell, mit konkreten Anzeigen dagegen vorgehen. Wenn wir es schaffen, in Wiener Neustadt diesbezüglich die Zustände zu verbessern, dann sollte das ein Signal für dunkelhäutige Menschen in ganz Österreich sein, endlich die Einhaltung der bestehenden Gesetze einzufordern. Wenn wir es nicht schaffen, dann umso mehr!!

Wie schaut die Akzeptanz von Schwarzen Menschen in Wiener Neustadt aus? Wie manifestiert sich Alltagsrassismus in Wiener Neustadt?
Die Akzeptanz ist ganz unterschiedlich. Manche Menschen sind sehr offen und interessieren sich für die jeweilige Person, das Herkunftsland etc. Ein großer Vorteil ist natürlich, wenn man die Deutsche Sprache gut beherrscht. Dann kommt man mit den Menschen in Kontakt und kann sich bei Bedarf auch verteidigen. Mit Rassismus ist man täglich konfrontiert, das hängt aber oft auch mit mangelndem Wissen und falschen Vorstellungen zusammen („Was? in Dakar (Hauptstadt von Senegal) gibt es eine Universität?“, „Wie kannst du dir ein Bier leisten?“, „Wenn du unsere Politik kritisieren willst, geh halt wieder heim“).

Was wollen Sie mit der Petition erreichen?
Es kann eben einmal nur die Gleichberechtigung der Weg in die Integration sein. Wir wollen, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe Gast sein und sich in die Gesellschaft integrieren dürfen.

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