Die Chronologie des Afrikadorfes
Das Afrikadorf mitten im Stadtpark bietet seit Ende Mai bis Anfang September dieses Jahres kulturelle Begegnungen mit Teilen der afrikanischen Weltkultur.
28. Mai 2003: Das Afrika Dorf wird eröffnet. Ziel: Brückenbindung zwischen Afrika und Österreich. Das Afrikadorf läuft auf Hochtouren: Touristen, Kinder, Workshops, Konzerte, Vorträge beleben das Dorf.
30. Mai 2003: Zwei Unbekannte brechen im Dorf ein.
6. Juni 2003: Drei Strohhütten werden abgebrannt. Laut Angaben der Veranstalter hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen und schließt Brandstiftung nicht aus.
15. Juli 2003: Seibani Wague starb in der Nacht vom 14. auf 15. Juli unter der Brutalität der Polizei sowie Vernachlässigung durch die Wiener Rettung
16.07.2003: Gründung des Afrikadorf-Kommitees um über den Tod von Seibani Wague Aktionen zu planen. Das Kommittee hat 4 Säulen: Koordiantionsgruppe, Mediengruppe, Mahnwache-Gruppe, und Demonstrationsgruppe. Das Komittee wird von Dr. Bukasa Di-Tutu geleitet
17.07.2003: Mit der Unterstützung des Kommitees veröffentlicht PAMOJA (AfrikanerInnen der 2. Generation) und African Media Alert die ersten Mahnwache-Flugblätter und fordern:
30. Mai 2003: Zwei Unbekannte brechen im Dorf ein.
6. Juni 2003: Drei Strohhütten werden abgebrannt. Laut Angaben der Veranstalter hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen und schließt Brandstiftung nicht aus.
15. Juli 2003: Seibani Wague starb in der Nacht vom 14. auf 15. Juli unter der Brutalität der Polizei sowie Vernachlässigung durch die Wiener Rettung
16.07.2003: Gründung des Afrikadorf-Kommitees um über den Tod von Seibani Wague Aktionen zu planen. Das Kommittee hat 4 Säulen: Koordiantionsgruppe, Mediengruppe, Mahnwache-Gruppe, und Demonstrationsgruppe. Das Komittee wird von Dr. Bukasa Di-Tutu geleitet
17.07.2003: Mit der Unterstützung des Kommitees veröffentlicht PAMOJA (AfrikanerInnen der 2. Generation) und African Media Alert die ersten Mahnwache-Flugblätter und fordern:
- eine lückenlose Aufklärung der Umstände die zu seinem Tod geführt haben
- eine unabhägige Untersuchungskommission
- eine faire Berichterstatung
18.07.2003: Alfred Kaff, Chefarzt der Wiener Rettung: „Bis zur lückenlosen Aufklärung des Vorfalls werden die betroffenen Mitarbeiter vom Dienst frei gestellt
18.07.2003: Erster Obduktionsbericht verweist auf Herztod („Schwere Herzvor-schäden“) BMI: Der Fall wird intern untersucht
21. Juli 2003: ORF „THEMA“ um 21h10 strahlt ein Amateurvideo aus, das die letzten Minuten der Amtshandlung bzw. „medizinischer Notversorgung“ an Seibani Wague zeigt. Das Amateurvideo ist im Besitz der in Wien anssässigen Wochenzeitung „Falter“ und wurde von einem Anrainer des Stadtparks gefilmt.
22.07.03 (3h früh): Wagues Gedenkstätte abgebrannt. Reaktionen der Politischen Parteien:
- ÖVP: Sicherheitssprecher Günter Kössl bedauert den tragischen Tod.
- FPÖ: Partik Pable sieht im den Tod von Seibane Wague eine Kriminalisierungskampagne der SPÖ + GRÜNEN.
- SPÖ: Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni fordert weiter eine Stellungnahme von Innenminister Ernst Strasser (V). Eine Sonderkommission mit unabhängigen Experten und Vertretern des Menschenrechtsbeirates soll den Fall untersuchen. Der SPÖ-Sicherheitssprecher fordert den verstärkten Einsatz von professioneller Supervision. Rudolf Parnigoni
- Grünen: Stoisits fordert Suspendierungen der beteiligten Exekutivbeamten.
- KPÖ: Vorsitzender Walter Baier fordert eine „lückenlose Aufklärung“.
23.07.2003: Die Internet Seite von afrikadorf www.afrikadof.com ist nicht mehr erreichbar. Sie ist abgeschaltet. Nach Angaben von Dr. Ahmed Elgoni war Erfried Malle Co-Veranstalterin des Dorfes dafür verantwortlich.
24.07.2003: Nach Angaben des Landesamts für Verfassunschutz und Terrorismusbekämpfung (Ex-Staatspolizei) ist der Brand der Gedenkstätte auf Brandstiftung zurückzuführen
24.07.2003: Menschenrechtsbeirat schaltet sich auf eigene Initiative ein. Der Beirat prüft den Fall selbst
24.07.03: Leichnam zum 2. Mal laut Gerald Hesztera, Sprecher des Innenministeriums obduziert.
25.07.2003:
Graz: Ein, laut Angaben der Grazer Polizei, unbekannter Täter hat rote Lebensmittelfarbe in den Brunnen am Platz der Menschenrechte im Grazer Stadtpark geschüttet, um durch das Anbringen von Plakaten gegen den Tod des in Wien nach einem Polizeieinsatz ums Leben gekommenen Mauretaniers Cheibani W. zu protestieren. Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht auf Donnerstag. Auf den vier Plakaten stand unter anderem „Rassismus tötet“ sowie eine Rücktrittsaufforderung an Innenminister Ernst Strasser.
Wien: friedliche Trauerkundgebung in Wien. Zwischen 5000 und 7000 kommen, um gegen Rassismus zu demonstrieren.
Georg Bauer, Vorstand des Wiener Intituts für Gerichtsmedizin bestätigt, dass die 2. Obduktion abgeschlossen ist. Der endgültige Befund wird seiner Meinung nach erst in einigen Wochen bis Monaten vorliegen
26.07.2003 Laut dem Afrikadorf Veranstalter Dr. Ahmed Elgoni besteht das Afrikadorf weiter: „Es gibt eine Trauerzeit, aber die Stimmung geht in Richtung Normalität“. Kein Programm wird geboten.





